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Dienstag, 17. Januar 2023

Trauer um Dr. Wolfgang Hissnauer

Das Speyerer Domkapitel und der Dombauverein Speyer trauern um den langjährigen Vorsitzenden des Dombauvereins Speyer

Dr. Wolfgang Hissnauer, langjähriger Vorsitzender des Dombauvereins Speyer e.V., ist am 17. Januar 2023 verstorben. Er leitete die Geschicke des Dombauvereins zunächst seit dem Gründungsjahr 1995 bis 2005 und dann von 2011 bis 2015.

Domdekan und Domkustos Dr. Christoph Kohl trauert um Dr. Wolfgang Hissnauer: „Mit großer Betroffenheit habe ich heute Mittag die Nachricht vom Tod von Dr. Wolfgang Hissnauer vernommen. Als Domdekan und Mitglied des Domkapitels habe ich ihn über viele Jahre als überaus ideenreichen und engagierten Vorsitzenden des Dombauvereins erlebt. Als Domkustos sehe ich, wie wir heute noch von seiner wertvollen Arbeit zehren, die er im Bemühen um den Domerhalt geleistet hat. Ich war Wolfgang Hissnauer auch persönlich verbunden und habe ihn als Lektor bis 2019 in Gottesdiensten im Dom erlebt. Seiner Frau seinen Kindern und Enkeln gilt mein tiefes Mitgefühl."

Dr. Gottfried Jung, Vorsitzender des Dombauvereins Speyer, würdigt das Wirken von Wolfgang Hissnauer in einer ausführlichen Mitteilung im Namen des Dombauvereins Speyer e.V.: „Mit großer Bestürzung haben meine Kolleginnen und Kollegen im Vorstand des Dombauvereins wie auch ich selbst vom Tod unseres langjährigen Vorsitzenden Dr. Wolfgang Hissnauer erfahren. Ich selbst kannte ihn seit Jahrzehnten, auch von gemeinsamen beruflichen Fahrten nach Mainz, und habe ihn immer als einen außerordentlich sympathischen, feinen Menschen erlebt. Den Dombauverein hat er seit dem Gründungsjahr 1995 für zunächst zehn Jahre geführt. Dass er dann auf den Vorsitz mit Blick auf seine berufliche Belastung verzichtete, sprach für ihn, weil er seine Aufgabe nur mit vollem Engagement und mit Herzblut wahrnahm. Ebenso sprach für ihn, dass er sich nach seiner Pensionierung 2011 erneut dafür entschied, den Vorsitz zu übernehmen, und zwar bis 2016.

In diesen insgesamt 15 Jahren war der Aufbau und der Erfolg des Vereins fest mit seinem Namen verbunden. Er war Dreh- und Angelpunkt des Vereins. Er hat ihn zur Blüte gebracht und zu einer für diese Region bewundernswerten Größe von weit über 2  500 Mitgliedern geführt. Das war maßgeblich auch seinem unermüdlichen Engagement bei der Mitgliederwerbung zu verdanken. Nie hat er sich auf Erfolgen ausgeruht, sondern wartete immer wieder mit neuen Ideen und neuen Impulsen auf. Der Dombauverein dürfe sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen, sagte Dr. Hissnauer anlässlich des 20jährigen Vereinsjubiläums, sondern müsse immer mehr Menschen für diese Kathedrale gewinnen. Denn was wäre dieser Verein, führte er aus, ohne die Menschen, die ihn tragen? Getragen wurde er selbst in seinem Engagement stets von seiner Familie und deren Mitwirkung im Verein.

Die Grundstruktur unserer Arbeit geht auch heute noch maßgeblich auf Dr. Hissnauer zurück, sowohl was bestimmte Veranstaltungen im Jahreszyklus betrifft als auch mit Blick auf unsere Produkte, die „Dombausteine“, mit deren Verkauf wir den Menschen den Dom näher bringen und einen Beitrag für den Unterhalt dieses großen Bauwerks erwirtschaften.

Für seine Verdienste um den Kaiser- und Mariendom wurde Dr. Hissnauer 2009 der päpstliche Sylvester-Orden verliehen.

Der Vorstand des Dombauvereins ist seinem langjährigen Vorsitzenden für all das, was er für den Dom und den Verein getan hat, von Herzen dankbar und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Der Dombauverein Speyer e.V, wurde 1995 gegründet. Der Verein ist Ausdruck eines breit aufgestellten, bürgerschaftlichen Engagements für den Dom. Den Erhalt der romanischen Kathedrale unterstützt der Verein mit einem Betrag von jährlich um die 130.000 Euro, der sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und dem Verkauf von Produkten, sogenannten Dombausteinen speist. In einer Rede zum 20-jährigen Bestehen des Dombauvereins sagte Dr. Wolfgang Hissnauer im Juni 2015 Zweck des Vereins sei es „Menschen, die den Dom lieben, zusammen zu führen“, sowie den Erhalt des Doms und seiner Kunstwerke zu unterstützen.

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