Tagesfahrten nach Freiburg und Colmar

Fastentuch im Freiburger Münster
Isenheimer Altar in Colmar

Im Jahre 2017 hat der Dombauverein erstmals zwei Tagesfahrten angeboten. Zunächst ging es am 4. April nach Freiburg. Das Freiburger Münster besitzt noch eines der wenigen erhaltenen Fastentücher, die tatsächlich noch (bzw. wieder) liturgisch genutzt werden. Fastentücher, auch Hunger- oder Palmtücher genannt, verhüllten während der Fastenzeit bzw. in den letzten zwei Wochen (Passionszeit) in katholischen und evangelischen Kirchen die bildlichen Darstellungen Jesu - in der Regel das Kruzifix oder auch den Hauptaltar bzw. den ganzen Chorraum. Das Freiburger Fastentuch stammt aus dem Jahre 1612 und gilt mit ca. 10 x 12 Metern als das größte noch erhaltene in Europa. Es zeigt im Mittelteil eine Kreuzigungsgruppe, umgeben von 26 Darstellungen aus der Passions- und Ostergeschichte. Die Gruppe des Dombauvereins konnte aus unmittelbarer Nähe das imposante Fastentuch bestaunen. Nachmittags stand das vor wenigen Jahren neu gestaltete Augustinermuseum auf dem Programm. Besonders gelungen ist die „Inszenierung“ der mittelalterlichen Originalskulpturen vom Freiburger Münster.

Die zweite Tagesfahrt des Dombauvereins am 15. Mai hatte Colmar zum Ziel. Auf Grund der großen Nachfrage konnten wir erneut am 12. Juni die Fahrt durchführen. Colmar besitzt mit dem Isenheimer Altar eines der bedeutendsten Werke sakraler Kunst der Zeit um 1500. Matthias Grünewald schuf mit diesem Wandelaltar eines der „Hauptwerke einer ganzen Epoche“. Der Museumsbau im ehemaligen Dominikanerinnenkloster war durch das Baseler Architektenbüro Herzog & de Meuron neu konzipiert und im Dezember 2015 eröffnet worden. Ein Spaziergang durch die malerische Altstadt schloss sich an. Neben der „Kathedrale“ genannten gotischen Kirche St-Martin beeindruckte die aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Dominikanerkirche. Die imposante „Bettelordensscheune“ birgt mit der berühmten „Madonna im Rosenhag“, ein Hauptwerk Martin Schongauers aus dem Jahre 1473, ein Kleinod spätgotischer Kunst. Ein ausdrucksstarkes Marienbild, das in der deutschen Kunst des zu Ende gehenden Mittelalters eine singuläre Stellung einnimmt.

Die Tagesfahrten fanden die erhoffte große Resonanz. Fast 90 Mitglieder des Dombauvereins hatten daran teilgenommen. Dank der mit den Fahrten verbundenen (freiwilligen) Spenden kommen damit gut 900 € der Domsanierung zu Gute. In gewohnter Weise fungierte das Pilgerbüro Speyer als Veranstalter. Die Programmplanung und Reiseleitung hatte wiederum Dr. Walter Appel übernommen.

Der Kaiserdom zu Speyer - UNESCO Weltkulturerbe

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