Unser Dom zu Speyer

Dom zu Speyer, Ostseite
Kaisergruft, Epitaphplatte von Rudolf von Habsburg
Speyer, Dom, Westfassade
Konzert: Baden schaut über den Rhein 2016
Gedenktafel an der Westfassade

„Der Dom zu Speyer ist nicht nur das monumentalste Zeugnis des mittelalterlichen römisch-deutschen Kaisertums mit seinen universellen Anspruch, sondern auch der bedeutendste Beitrag Deutschlands zur abendländischen Baukunst der Romanik.“ (D. von Winterfeld, Die Kaiserdome Speyer, Mainz, Worms, 1993, p. 47)

Von Konrad II. bis Heinrich V. sind die Salier, die Erbauer des Domes, deutsche Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Vier salische Kaiser und zwei ihrer Gemahlinnen fanden im Dom ihre letzte Ruhestätte.

Als der letzte Salierkaiser Heinrich V. starb, übernahmen die Hohenstaufen die Führung des Reiches. Diese waren mit dem salischen Kaiserhaus nahe verwandt. Kaiser Friedrich Barbarossa war ein Neffe Heinrichs V. Darum wollte auch Kaiser Friedrich Barbarossa im Kaiserdom zu Speyer begraben sein. Er kehrte jedoch nicht vom Kreuzzug zurück. Seine zweite Gemahlin Beatrix und die Tochter Agnes, ebenso sein Sohn, Philipp von Schwaben wurden 1184 bzw. 1208 neben dem für ihn vorgesehenen Platz bestattet.

Rudolf von Habsburg übernahm den freigewordenen Platz. Er wählte bewusst die Grablege der salisch-staufischen Dynastien, den bedeutendsten Begräbnisort des römisch-deutschen Königtums 1291 zu seiner letzten Ruhestätte. 1309 folgten die gegnerischen Könige Adolf von Nassau und Albrecht von Österreich.

1409 stiftet der deutsche König Ruprecht von der Pfalz die gotische Sakristei an der Südostecke des Domes.

Im 19. Jahrhundert, als die Pfalz zu Bayern gehörte, entschied Ludwig I. von Bayern anlässlich seines Dombesuches am 4. Juni 1845, den Speyerer Dom, dieses bedeutende Gotteshaus mit Gräbern der Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reichs zunächst durch Johann Schraudolph im nazarenischen Stil ausmalen und dann „auch die geschmacklose, stilwidrige Fassade desselben abändern“ zu lassen. Die heute sichtbare neoromanische Westfassade des Speyerer Domes erbaute Heinrich Hübsch aus Karlsruhe.

Der Speyerer Dom wird heute als ein die Jahrhunderte standhaft überdauertes Manifest des katholischen Glaubens und imposantes Symbol der europäisch-abendländischen Kultur von vielen Menschen, Gläubigen, Pilgern, Staatsgästen, Politkern und Gästen aus aller Welt besucht, bewundert und geschätzt.

Der Dom ist ein Gotteshaus. Er ist Bistums- und Pfarrkirche, Bischofssitz, Wallfahrtsstätte, Konzertort und Begegnungsstätte für Menschen aus aller Welt. An manchen Tagen kommen über 20.000 Besucher. 

Gedenktafel am Speyerer Dom zum Papstbesuch

In der heiligen Messe, die Papst Johannes Paul II. am 04. Mai 1987 vor dem Speyerer Dom mit tausenden von Gläubigen feierte, mahnte er die Einheit der Christen an, weil deren Zeugnis für die Menschenwürde und die Menschenrechte dadurch wirkungsvoller werde. An diesen Tag und die Botschaft des Papstes erinnert die Gedächtnistafel an der Westseite des Domes. Ihr Text lautet:

"Das Leid der gespaltenen Christenheit ist das Leid dieses Gotteshauses. Es ist ein Denkmal der Einheit die einmal gewesen ist und ein Mahnmal zur Einheit wie sie wieder kommen muss.“  Papst Johannes Paul II. am 7. Mai 1987

Eine kurze Zusammenfassung der Geschichte des Domes in Heftform finden Sie hier:

Der Kaiserdom zu Speyer - UNESCO Weltkulturerbe

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