Studienfahrt 2007 nach Chartres
Die große Studienfahrt des Dombauvereins 2007 (25. September - 2. Oktober), organisiert wiederum in Zusammenarbeit mit dem Ferienwerk der Diözese Speyer, führte wie schon 2003 nach Frankreich. Viele unserer Mitglieder hatten sich „Kathedralen" gewünscht - was lag näher, als nach Chartres zu fahren, seit 1959 eine Partnerstadt von Speyer. Die Reiseleitung hatte Dr. Walter Appel inne, er hatte mit dem Ferienwerk das Programm der Studienfahrt erarbeitet. In Chartres hatte der Dombauverein mit Wolfgang Larcher einen profunden Kenner der Kathedrale für Führungen gewinnen können.
Auf der Anreise wurde die romanische Kathedrale in Autun besichtigt. Beeindruckend waren das Tympanon mit einer Darstellung des Jüngsten Gerichts und figürliche Kapitelle im Langhaus; einige konnten im ehem. Kapitelsaal auch aus der Nähe bewundert werden. In Nevers (zwei Übernachtungen) wurde die romanische Kirche St. Etienne und die gotische Kathedrale besucht. Hier beeindruckten unter anderem die modernen Glasmalereien. Ein Ausflug führte nach La Charité-sur-Loire. Die im 11. und 12. Jahrhundert erbaute ehemalige Cluniazenserprioratskirche wurde im 16. Jahrhundert schwer beschädigt. Erhalten blieben Teile der Westfassade, das Querhaus sowie der Chor mit Kapellenkranz. Zwei Tympana der einstigen Westfassade haben die Zerstörungen überstanden. Eines davon, im Innern der Kirche aufbewahrt, ist besonders qualitätvoll, es zählt zu den bedeutendsten Arbeiten aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Auf der Weiterfahrt bestaunte die Gruppe in Bourges die zeitgleich mit Chartres errichtete fünfschiffige Kathedrale - Weltkulturerbe der UNESCO - sie gilt als eine der schönsten gotischen Kirchen; sehenswert auch die Krypta mit Teilen des gotischen Lettners. Großartige mittelalterliche Glasmalereien zeichnen den Bau aus; neben Chartres besitzt die Kathedrale von Bourges eines der am vollständigsten erhaltenen Ensembles an Glasmalereien.
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In Chartres wohnte der Dombauverein im Hotel „Le Grand
Monarque", einem traditionsreichen Haus, nahe der Kathedrale (fünf
Übernachtungen). Die 1194 begonnene gotische Kathedrale Notre-Dame, wie
der Dom zu Speyer UNESCO-Weltkulturerbe, stand mehrfach und unter
verschiedenen Aspekten auf dem Programm. Architektur, Portalskulpturen,
Glasmalereien sowie der theologische Sinngehalt erklärten Herr Larcher
und seine Mitarbeiterinnen ausführlich. Dank Herrn Larcher konnten auch
die Krypta und obere Partien wie Laufgänge und der Dachstuhl besichtigt
werden. Zwei Konzerte bereicherten das Programm: ein Chorkonzert in der
Kathedrale und ein Meditationskonzert in der Krypta. Einen
hochinteressanten Eindruck in die Technik der Glasmalerei vermittelte
ein Besuch im „Centre International du Vitrail".Der Generalvikar
der Diözese, M. Abbé Laurent Percerou empfing die Reisegruppe des
Dombauvereins. Einen zweiten Empfang gewährte die Stadtverwaltung im
Hôtel Montescot den Gästen aus der Partnerstadt. Sonntags besuchten
viele Teilnehmer den feierlichen Gottesdienst in der Kathedrale. |
Zwei Ausflüge wurden unternommen, die primär Profanbauten zum Ziel hatten. Das Schloss in Châteaudun umfasst Bauteile vom 12.-16. Jahrhundert. Blois an der Loire wird von einem mächtigen Renaissance-Schloss überragt, sehenswert auch die Altstadt mit der gotischen Kirche Saint-Laumer. Chambord, das größte der Loire-Schlösser - UNESCO Weltkulturerbe - ließ Franz I. ab 1519 erbauen. Das Busunternehmen Lösch Landau, Mitglied im Dombauverein, erwies sich als ein solider Partner.
Ein herzliches „vergelts Gott" allen Teilnehmern, die mit 50 € Spende die laufende Domsanierung unterstützten.
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