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Besuch II bei Orgelbau Seifert in Kevelaer/Niederrhein

Ein großartiges Erlebnis für alle Teilnehmer war auch die zweite Orgel-Studienfahrt an den Niederrhein mit dem Schwerpunkt Seifert-Orgeln. Der Dombauverein bot wie schon im vergangenen Jahr wiederum im April eine dreitägige Studienreise an. Die zusammen mit dem Ferienwerk der Diözese Speyer veranstaltete Fahrt leiteten Dr. Walter Appel, Dombauverein und Domkapitular Dr. Christoph Kohl, als Domdekan zuständig u.a. für die Dommusik und somit auch für die Dom-Orgeln. Domkapitular i. R. Hubert Sedlmair, einstiger Domkustos, war ebenfalls unter den Mitreisenden. Auf der Anreise führte Dr. Kohl fundiert in die Technik des Orgelbaus ein und informierte über die Geschichte des Orgelbaus.

Erstes Reiseziel stellte das spätromanische Quirinusmünster in Neuss dar. Nach der Besichtigung der Kirche stand die Seifert-Orgel aus dem Jahre 1907 auf dem Programm. Organist Joachim Neugart spielte auf der aus zwei Baukörpern bestehenden Orgel, die in den Emporen der Seitenschiffe Aufstellung fand. Am frühen Abend traf die Gruppe in Kevelaer ein, nach Altötting der größte Wallfahrtsort Deutschlands; der Dombauverein logierte zentral im Priesterhaus.

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Hochinteressant, geradezu spannend, erwies sich der Besuch bei dem Orgelbau-Unternehmen Romanus Seifert & Sohn in Kevelaer. Firmeninhaber Roman Seifert und seine Mitarbeiter erläuterten kompetent und freundlich die Technik des Orgelbaus, beantworteten Fragen, demonstrierten beispielsweise die Herstellung der Orgelpfeifen. Der geführte Rundgang war der Höhepunkt der Studienfahrt. Anschließend besuchte der Dombauverein die 1864 erbaute Marienbasilika. Basilika-Organist Elmar Lehnen begeisterte mit seinem Vortrag und seinem Orgelspiel. Großartig der Klang der Seifert-Orgel; die 1907 eingeweihte Orgel war seinerzeit mit 122 Registern die größte in Deutschland.

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Die 2005 erbaute Seifert-Orgel in Essen-Holsterhausen (Kirche St. Maria Empfängnis) erklang am Nachmittag. Organist Roland Dopfer präsentierte ein breit gefächertes Programm mit Werken von Marchand, J. S. Bach, Pachelbel, Widor, Mendelssohn-Bartholdy und Dubois.

Die Heimreise führte über Xanten mit seinem Dom St. Viktor (kein Bischofssitz); nach dem Kölner Dom der bedeutendste gotische Sakralbau am Niederrhein. Beachtenswert der Lettner, zahlreiche Altäre aus dem 16. Jahrhundert sowie die moderne liturgische Ausstattung der Kirche - Pfarraltar, Ambo, Kerzenleuchter, bemerkenswerte Arbeiten des Pfälzer Künstlers Gernot Rumpf. Abschluss der Fahrt bildete die neue, vom Bistum Aachen im Dorf Otzenrath (südlich von Mönchengladbach) errichtete Kirche. Nach der Eucharistiefeier (Zelebrant Domkapitular Dr. Kohl) erfolgte die Vorstellung der 2006 eingeweihten Seifert-Orgel. Roland Dopfer zeigte mit Werken von Pasquini, Krebs und J. S. Bach erneut sein großes Können. Mit vielen neuen Erkenntnissen und einem profunden Wissen über Orgelbau kehrten die Teilnehmer von der Studienfahrt zurück.

Fotos: Dombauverein

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