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2. wissenschaftliches Forum Kaiserdom 2007

Peter Husty, Salzburg Museum: Das unvollendete Maximilian-Monument von 1514

Rekonstruktion Grabmal Maximilian Am 8. November 2007 referierte im Vortragssaal der Volksbank Kur- und Rheinpfalz e. G., der Salzburger Kunsthistoriker, Chefkurator Peter Husty, seit 2001 Kustos für Bildende Kunst und Ausstellungskurator am Salzburg Museum, über "das unvollendete Maximilian-Monument von 1514" - ein wenig bekanntes Denkmal, das für den Speyerer Dom geplant war, aber nie nach Speyer gelangte. Unter den Gästen weilten Domcustos Otto Schüßler, die Domkapitulare Karl-Ludwig Hundemer und Josef Damian Szuba sowie der Direktor des Historischen Museums der Pfalz, Dr. Alexander Koch.
Peter Husty erläuterte ausführlich das Monument, skizzierte dessen wechselvolle Geschichte. 1514 hatte Kaiser Maximilian I. mit dem Bildhauer Hans Valkenauer einen Vertrag über ein Denkmal geschlossen, das im Königschor des Speyerer Domes zum Gedächtnis für die dort bestatteten Herrscher aufgestellt werden sollte. Valkenauer sollte die Figuren und Architekturteile in seiner Salzburger Werkstatt roh anlegen und zum Transport nach Speyer vorbereiten. Aufgrund ausbleibender Zahlungen zog sich der Fortgang der Arbeiten in die Länge. Der Tod des Kaisers 1519, Valkenauer verstarb vermutlich um 1518, brachte schließlich das Projekt zum Scheitern. Bemühungen des Speyerer Domkapitels, finanzielle Unterstützung für die Fertigstellung des Grabdenkmals zu erhalten, waren erfolglos geblieben.

Rekonstruktionszeichnung des Maximilian-Monuments

Die ausgearbeiteten Teile, so Husty, waren nach Auflösung der Werkstatt Valkenauers alsbald in Mauern Salzburger Anwesen eingebaut worden (u.a. Aiglhof, Schloss Fürberg) bzw. verloren gegangen.
Spannend erläuterte Husty die Geschichte der Wiederentdeckung seit 1850. Bereits 1907 war das Museum im Besitz von neun Statuen des Denkmals. Bedauerlicherweise gingen im zweiten Weltkrieg drei Statuen verloren. Doch seien, zuletzt in den 1990er Jahren, immer wieder Fragmente des Denkmals aufgetaucht.
Heute befinden sich nahezu alle bekannten Teile im Depot des Salzburg Museums. Sehr anschaulich waren die Rekonstruktionen der Figuren, die Husty in einer sehr gut aufbereiteten Power-Point Präsentation vorstellte - der Referent arbeitet derzeit mit der Universität Innsbruck an einem Forschungsprojekt über das Valkenauer-Denkmal.

Drei nahezu gänzlich ausgearbeitete Statuen des unvollendeten Denkmals waren 2006 in der Magdeburger Ausstellung „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962-1806“ zu sehen gewesen.

Es wäre zu wünschen, dass nach fast 500 Jahren erstmals Teile des Grabdenkmals den Weg nach Speyer finden und im Historischen Museum der Pfalz - dort befindet sich auch die Domschatzkammer - in einer Ausstellung präsentiert werden könnten. Vorstellbar wäre ferner ein „Nachbau oder Rekonstruktion“ des Monuments, dieser „phantastischen Architekturvision Kaiser Maximilians I.“ (Husty)

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