Dombauverein Speyer: Geschichte und Vorgänger |
Ein erster Dombauverein wurde Oktober 1853 unter Bischof Nikolaus von Weis gegründet. Dieser erste Speyer Dombauverein löste sich noch Mitte des 19. Jahrhunderts wieder auf. Nach Vollendung des unter Baudirektor Heinrich Hübsch 1854-58 errichteten Westbaus hatte er seine Aufgaben erfüllt.
Dieser erste Speyerer Dombauverein ist somit einer der ältesten Dombauvereine in Deutschland. Sehr bedeutend ist der bereits 1842 gegründete „Zentral-Dombau-Verein zu Köln“, er zählt heute gut 10.000 Mitglieder. 1847 erfolgte die Gründung des „Karlsvereins zur Restauration des Aachener Münsters“.
Weitere Vereine mit vergleichbarer Zielsetzung wurden im späten 19. Jahrhundert gegründet: 1890 der „Freiburger Münsterbauverein“, der seit dieser Zeit für das äußere Steinwerk und die Bauunterhaltung des Münsters (seit 1827 Bischofskirche) verantwortlich ist und 1894 der „Altenberger Domverein“.
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Die Gründung eines zweiten Dombauvereins in Speyer erfolgte November 1928 unter Bischof Ludwig Sebastian. Eine Behebung statisch konstruktiver Schäden an der Apsis, in der Vierung und im Querhaus war notwendig geworden und zur Mitfinanzierung der Arbeiten der zweite Dombauverein ins Leben gerufen worden. 1930 gab dieser Dombauverein eine gut 150 Seiten umfassende Publikation mit dem Titel „Kaiserdom und Liebfrauenmünster zu Speyer. Beiträge zum Domjubiläum 1030-1930. Verlag des Dombauvereins Speyer am Rhein“ heraus. Von den auch heute noch lesenswerten Beiträgen verdienen „das Innere des Domes und seine Ausstattung“ von Hermann Siebert und der ausführliche, über 40 Seiten lange und reich bebilderte Artikel von Kurt Martin über „Peter Anton von Verschaffelts Vorschlag für den Aufbau des Speyerer Domes“ besondere Erwähnung.
Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 durfte sich der Dombauverein nicht mehr betätigen.
März 1958 rief Bischof Dr. Isidor Markus Emmanuel zur Neugründung des Dombauvereins auf; dieser Verein kann wohl als Reaktivierung des Vereins von 1928 verstanden werden. Auch die Satzung von 1958 war eine modifizierte Variante der Satzung von 1928. Ziel war die Unterstützung der großen Sanierungsmaßnahme, die seit 1957 im Gange war.
1971 wurde der Verein durch einstimmigen Beschluß der Versammlung aufgelöst, da er seinen Zweck nach Abschluß der Restaurierung erfüllt hatte.
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Der heutige, somit dritte Speyerer Dombauverein, wurde März 1995 gegründet. Die Anfänge reichen fast fünf Jahre zurück. Nach vielen Gesprächen und Überlegungen stellte 1994 Domkapitular Hubert Sedlmair die Idee, einen (neuen) Dombauverein zu gründen, Bischof Dr. Anton Schlembach und dem Domkapitel vor. In der Satzung heißt es u. a. : Der Dombauverein hat die Aufgabe, für die umfassende Erhaltung des Kaiserdomes zu werben und Mittel hierfür zu beschaffen, um das Domkapitel bei der Durchführung der erforderlichen Maßnahmen zu unterstützen. Wichtige Initiatoren waren Domkapitular Hubert Sedlmair (damals Summus Custos des Domes), der Dezember 2005 verstorbene Domdekan Hugo Büchler und Dombaumeister Alfred Klimt. Weitere Persönlichkeiten der ersten Stunde waren die Kunsthistorikerin Dr. Andrea Nisters (erste Vorsitzende), Gudrun Lanig, Prof. Hans Joachim Klostermann, Dr. Hermann von Samson, Karl-Markus Ritter (heute geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer), Dr. Thomas Segiet und Dr. Wolfgang Hissnauer, der von 1995 bis 2005 als Vorsitzender amtierte. März 2005 wurde der Kunsthistoriker Dr. Walter Appel zum neuen Vorsitzenden gewählt.
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