Der Dom zu Speyer

Dombauverein Speyer

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Tag der jungen Familien 2015

Die großen Geheimnisse des Speyerer Domes

Profunde Einblicke in die Restaurierung des Innenraumes mit Dethard von Winterfeld – Rund 200 Zuhörer bei Vortragsveranstaltung in der Stadthalle

Vortrag I

Zahlreiche Besucher kamen zu den spannenden Vorträgen

Speyer, 14. April 2015. Differenzierte Einblicke in die Restaurierung des Kaiser- und Mariendomes in den 1950er und 1960er Jahren erhielten rund 200 Zuhörer am Montagabend im kleinen Saal der Stadthalle aus profundem Munde. Der renommierte Romanik-Forscher Prof. Dr. Dethard von Winterfeld (Mainz) lieferte als Hauptredner faszinierende Details in Wort und Bild, die von weiteren Zeitzeugen auf interessante Art ergänzt wurden. Veranstaltet wurde der Abend in gemeinschaftlicher Verbundenheit von der Europäischen Stiftung Kaiserdom zu Speyer und dem Dombauverein.
Ein Gotteshaus wie den Dom in diesem großen Stil zu restaurieren war kein leichtes Unterfangen. Das ergab sich schnell aus den Ausführungen von Winterfelds und nicht zuletzt durch das Bildmaterial, mit dem er diese unterlegte. Das anhaltende Ringen und die richtigen und guten Lösungen während der arbeitsreichen Zeit wurde angesichts der Darstellungen des damaligen Vorgehens schnell deutlich.

Schon die Frage, ob eine Restaurierung überhaupt erlaubt oder eine Kulturschande ist, habe zu Beginn im Raum gestanden, dachte von Winterfeld zurück, nicht ohne anzumerken: „Ich bin als ziemlich Unwissender 1961 angeworben worden. Von den Geheimnissen des großen Domes habe ich nichts gewusst, sondern ich habe mich beeindrucken lassen.“ Als Student war der 1938 in Stettin geborene von Winterfeld in die Bauforschung eingebunden worden.
Zuvor bereits war in aufwändiger Technik versucht worden, den romanischen Raumeindruck zeitlich passend zur 900-Jahr-Feier des Domes wiederherzustellen. Nach der großen Festivität 1961 wurden die Arbeiten neu aufgenommen. Vor allem die Tieferlegung des Fußbodens, das Absenken der Dächer und die Rekonstruktion der Giebel an den Querarmen und am Altarhaus waren dann eine Herausforderung, der sich von Winterfeld stellte.

Vortrag III

Prof. Dr. Dethard von Winterfeld und der Vorsitzende des Dombauvereines Speyer Dr. Wolfgang Hissnauer

„Es ist alles nicht so eben wie man es sich vorstellt“, machte der Referent deutlich. Das habe er selbst teilweise erst festgestellt, als er „auf dem Bauch liegend in kalter Zugluft“ Aufmessungen vorgenommen hat – unter anderem an den Bogen auf schrägen, barocken Mauerschalen. Den intensiven Farbwechsel, der im 19. Jahrhundert systematisiert wurde, stellte von Winterfeld anhand von Bildern des freigelegten 70 Meter langen Seitenschiffs vor. Über die Ornamentik des Domes sagte er: „Sie hat mich an Hauseingänge von Mietshäusern des 19. Jahrhunderts erinnert.“ Optisch verkleinert hätten sie die Kathedrale.
Dass bei der Restaurierung durchaus zwischendurch etwas schief lief, ließ der Wissenschaftler, der seine Kenntnisse auch bei der Altstadtsanierung in Speyer und Heidelberg einbrachte, nicht unerwähnt. So seien beispielsweise 48 geschaffene Basen an den Säulen „für die Katz“ gewesen, da alle wieder abgebrochen werden mussten. Beeindruckt zeigte sich von Winterfeld von den eingesetzten Fahrzeugen: „Da fuhren Mehrtonner-Lkw im Dom herum, die heute nicht über die Schiersteiner Brücke dürfen.“

Verhindert worden sei der wunschtreibende Faktor der Restaurierung, die Entfernung der Vierungspfeiler, von den Statikern. Lediglich freigelegt worden seien die Pfeiler, deren Vorbilder in der Kathedrale St. Peter in Rom zu finden sind. Gefreut habe sich von Winterfeld über seine zugelassenen Entwürfe zur Rekonstruktion der zerstörten Giebel. Der Vater eines Kommilitonen, im Innenministerium beschäftigt, habe den Weg dazu geebnet.
Spannende Anekdoten erfuhren die Zuhörer ergänzend von Herbert Jäckle, Wilhelm Grüner, Manfred Jester und Bernhard Schultz. Alle Männer waren an der Restaurierung des Domes beteiligt. „Das war eine aufwendige Sache“, erinnert sich Jäckle, damals Maler, an die Instandsetzung der Fenster. Über 250 weist der Dom auf. Wilhelm Grüner, damals Architekt, kannte den Dom in- und auswendig und betonte am Montagabend vor dem Hintergrund der ihm damals übertragenen örtlichen Bauleitung: „Die Zeit möchte ich nicht vermissen.“ Entwürfe für sämtliche Türen stammen von Grüner; seine Entdeckung der heutigen Taufkapelle sei für alle Beteiligten ein herausragender Moment gewesen.

Vortrag V

Wilhelm Grüner mit seinem Sohn

„Damals wurde mehr gearbeitet, nicht so viel geschrieben“, berichtete Schultz von sicherheitstechnischen Vorgängen, die heute undenkbar wären. Die Schraudolph-Fresken sind von ihm in ausgefeilter Technik von den Wänden geholt und wieder angebracht worden. „Ich dachte damals: Mehr als schief gehen kann’s nicht – und glücklicher Weise hat es geklappt“, verriet er angesichts der schwierigen Arbeit. Umso größer ist der Stolz, den Schultz heute empfindet, wenn er die von ihm angebrachten Fresken im Kaisersaal des Domes bewundern kann.
Als 16-Jähriger auf der Baustelle unterwegs war Jester. Hauptsächlich für die Auslegergerüste an der Zwerggalerie war die Firma seines Vaters zuständig. „Demontieren durfte ich es am Ende – aber selbst das war mit Vorsicht zu genießen“, berichtete der heute 74-Jährige.
Grundsätzlich hatte sich die Erneuerung des Domes auf den Innenraum bezogen, um dem verblassten Raum zum Jubiläum seine Persönlichkeit und seine Ausstrahlungskraft zurückzugeben, wie der damalige Bischof Isidor Markus Emanuel es umschrieb. Als Architekt mit der ersten großen Restauration in den 1950er und 1960er-Jahren betraut worden war Rudolf Esterer.
Karl-Markus Ritter, der als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung die Vortragsveranstaltung in der Stadthalle gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Dombauvereins Wolfgang Hissnauer moderierte, verwies auf das endgültige Ende der Restaurationsarbeiten, das erst mit der Einweihung des Bronzeportals 1973 verkündet wurde.
Text/Foto: Kühner

Die neuen Domweine sind da!

Domwein 2015 I

Die neuen Domweine 2015

Im Historischen Ratssaal der Stadt Speyer wurden gestern Abend im Kreise zahlreicher Besucherinnen und Besucher die neuen Domweine vorgestellt. Die Bürgermeisterin der Stadt, Monika Kabs sowie die Weinprinzessin Laura Stapf würdigten die Weine und die Aktivitäten des Dombauvereins. Der stellvertretende Leiter des Weinbauamtes in Neustadt a. d. Weinstraße, Dr. Thomas Weihl stellte die ausgezeichneten Weine vor.
 
Es sind, wie in den vergangenen Jahren wieder zwei Weine:
  • ein 2014er Pfalz – Grauburgunder trocken mit fruchtigen Aromen wie Birne, Quitte und Ananas. Milde Säure verleiht dem Wein eine leichte Frische und
  • ein 2013er Pfalz – St. Laurent Rotwein trocken, dem die Goldene Kammerpreismünze zugesprochen wurde. Es handelt sich hier um einen tiefroten, samtigen Wein mit feiner Säure. Seine Aromen nach Beerenfrüchten und Kirschen verbinden sich mit der ausgewogenen Tanninstruktur durch die einjährige Reifung im Holzfass.
 

Der Kooperationspartner des Dombauvereins, die Winzergenossenschaft Herxheim am Berg hatte mit ihren beiden Weinen im Vorfeld von zwei Verkostungen, davon eine Blindverkostung den Zuspruch erhalten, zu Domweinen gekürt zu werden. Die Winzergenossenschaft hatte sich bereits in den Jahren 2003 bis 2005 mit ihren guten Weinen als Domweinlieferant ausgezeichnet.

Domwein 2015 II

(v. l. n.r.): Tomas Vogel, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Herxheim am Berg, Weinprinzessin Laura Stapf, Bürgermeisterin der Stadt Speyer Monika Kabs, Stellvertretender Leiter des Weinbauamtes Neustadt a. d. Weinstraße Dr Thomas Weihl, Vorsitzender des Dombauvereins Speyer Dr. Wolfgang Hissnauer

Der Vorsitzende des Dombauvereins, Dr. Wolfgang Hissnauer, dankte in diesem Zusammenhang dem Geschäftsführer der Pfalzwein e.V., Dr. Detlev Janik für seine Unterstützung im Prozess der Qualifizierung der Weine und dem Künstler Johannes Doerr für die sehr ansprechende und beziehungsreiche Gestaltung des Weinetiketts. Sein Dank galt auch den beiden jungen Künstlern Janina Steinbach (Geige) und Sebastian Müller (Klavier) vom Nikolaus Weis-Gymnasium für die schwungvolle Gestaltung des Präsentation.
 
Die beiden Weine werden zum Preis von 7 Euro (Grauburgunder) und 7,50 Euro (St. Laurent) angeboten. Der Dombauverein erhält aus dem Verkauf jeder Flasche Domwein 2 Euro. Dieser Betrag fließt in den Erhalt der Kathedrale von Speyer.
 
Die neuen Domweine sind in folgenden Geschäften zu beziehen:
Winzergenossenschaft Herxheim am Berg
Geschäftsstelle des Dombauvereins, Edith-Stein-Platz
Dompavillon, Domplatz
Ausgewählte Wasgau-Märkte
Galerie Kulturraum, Inhaberin Maria Franz, Maximilianstr. 99, Speyer
Weinkontor Schwarz, Mühlturmstr. 24, Speyer
Weinstudio Pfalz, Maximilianstr. 7-9, 67346 Speyer
Palatina Wein & Whisky, Volker Hess, Gilgenstr. 15, Speyer
Käse Baader, Gilgenstr. 10, 67346 Speyer,
Speierling Hofladen, Inh. Thomas Deck, Auestr. 17, 67346 Speyer
Restaurant Ratskeller Speyer, Maximilianstr. 12, 67346 Speyer
Getränkehandel Benkert, Ringstr. 47, 67166 Otterstadt
Ausschank in Rathaus und Stadthalle Speyer
Weinbauamt Neustadt/W., Chemnitzer Str. 3, 67433 Neustadt/W.
 
Zusätzliche Verkaufsstellen werden im weiten Umkreis in den nächsten Wochen eingerichtet und bekanntgegeben.
Dombauverein Speyer, 10. April 2015

20 Jahre Dombauverein:

Mitgliederversammlung des Dombauvereins am 14. März 2015

Mit großem Interesse der zahlreich erschienenen Mitglieder startete die Veranstaltung mit Grußworten vom Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Hansjörg Eger, dem Bischof des Bistums Speyer, Dr. Karl-Heinz Wiesemann und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Europäischen Stiftung Kaiserdom. Alle drei Herren brachten die schätzenswerte Arbeit des Dombauvereins für die Stadt Speyer, den Beitrag zum Domerhalt und die gute Kooperation zwischen Europäischer Stiftung und Dombauverein zum Ausdruck.
Nach dem Geschäfts- und Kassenbericht erfolgte die Entlastung des Vorstandes. So war der Weg für die anstehenden Neuwahlen des Vorstandes frei.

Mitgliederversammlung

Der neu konstituierte Vorstand des Dombauvereins Speyer (v.l.n.r.): Der Vorsitzende Dr. Wolfgang Hissnauer, die stellvertretende Vorsitzende Dr. Barbara Schmidt-Nechl, Domkapitular Matthias Bender, Gabriele Fischer, Domkustos Peter Schappert, Martina Gregor-Ochsner, Dr. David Hissnauer, Winfried Szkutnik, Dombaumeister Mario Colletto. Es fehlen: Dr. Benedikt Raether, Markus Trescher. Foto: Franz Gabath

Dankenswerterweise hatte der Speyerer Oberbürgermeister, Hansjörg Eger die Leitung des Wahlprozesses übernommen. Neu gewählt in das Gremium wurden als Beisitzerinnen Gabriele Fischer und Martina Gregor-Ochsner. Als Beisitzer wurde ferner Markus Trescher gewählt. In ihrem Amt als Beisitzer wurden bestätigt Dr. David Hissnauer und Dr. Benedikt Raether. Winfried Szkutnik wurde als Schatzmeister in seinem Amt bestätigt, ebenso Dr. Barbara Schmidt-Nechl als Schriftführerin. Ihr wurde auch das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden übertragen. Wiedergewählt wurde auch der langjährige Vorsitzende Dr. Wolfgang Hissnauer. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden von der Mitgliederversammlung einstimmig in ihre Ämter berufen. Mit großem Applaus wurde Gudrun Lanig aus ihrem Amt als Stellvertreterin verabschiedet. Sie gab nach 20jähriger Mitgliedschaft im Vorstand ihr Amt an Barbara Schmidt-Nechl weiter. Ebenfalls verabschiedet wurde Markus Hoffmann, der aus beruflichen Gründen nicht erneut kandidieren konnte.

Mitgliederversammlung

Die langjährige stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes des Dombauvereins bekommt ihr Abschiedsgeschenk überreicht: eine Nachbildung des Kreuzes von Papst Johannes Paul XXIII aus dem am Domportal angebrachten Relief.

Der Verein zählt mit Stichtag 31. Dezember des vergangenen Jahres 2770 Mitglieder. Er wird auch im Jubiläumsjahr 2015 seine Arbeit unter großem Engagement mit zahlreichen Veranstaltungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger, natürlich auch für seine Mitglieder fortsetzen. Aktuell stehen hier die Präsentation der neuen Domweine am 09. April und die gemeinsame Veranstaltung von Dombauverein und Europäischer Stiftung Kaiserdom am 13. April an, bei der die große Domrestaurierung in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den Blick genommen wird.
Als neue Dombausteine wurde auf den der Öffentlichkeit bereits vorgestellten Domführer für Kinder „Ein Besuch im Speyerer Dom“ hingewiesen als auch ein Ausblick auf den neuen Domkalender 2016 gegeben.
Der Vorsitzende dankte allen Beteiligten und betonte zum Schluss der Versammlung die Aufgabe für alle Bürgerinnen und Bürger den Erhalt des Domes durch Mitgliedschaft im Dombauverein und Spenden zu unterstützen, getreu dem Motto des Vereins „Der Dom braucht viele Freunde“.

Vortrag des Vorsitzenden des Dombauvereins Speyer, Dr. Wolfgang Hissnauer, anlässlich des 20 jährigen Jubiläums des Dombauvereins

Die Dombauvereine des Kaiser- und Mariendoms in Speyer

Vortrag I

Die Gründung des ersten Dombauvereins
 
„Der Gedanke von mir, dass wenn des Kaiserdoms Inneres verziert seyn wird, auch dessen Vorderseite hergestellt werden möchte, welches zu bewirken ein Dombauverein entstehen zumachen, da ich kein Antrag mehr, wie ich vorgehabt, an die Stände zu dieser Herstellung bringen kann.“ Diesen Satz schreibt Ludwig I., der von 1825 bis 1848 bayrischer König war am 24. August 1852, also vier Jahre nach dem Ende seiner Regentschaft, an Bischof Nikolaus von Weis.
 
Dabei schien die Satzung des Kölner Dombauvereins wie es in den zeitgenössischen Dokumenten heißt  „geeignet, die des Speyerischen zu werden“.
 
Das „Anzeigeblatt der Kreis-Hauptstadt Speyer“ informierte bereits ein Jahr später, im Herbst 1853, die Bevölkerung über diese Initiative. Die Vereinsgründung des Dombauvereins in Speyer erfolgte dann am 12. Oktober 1853.

Ein Original dieses königlichen Gründungsaufrufs zum Dombauverein Speyer befindet sich seit 2004 im Besitz des Dombauvereins. Zu verdanken hat unser Verein diesen „Schatz“ seinem engagierten Mitglied, Klaus-Uwe Belendorff, Inhaber des Antiquariats Bücherwurm, unweit vom Dom gelegen.
 
Der letzte Rechenschaftsbericht des ersten Speyerer Dombauvereins erschien fünf Jahre nach seiner Gründung am 15. Oktober 1858.
 
Der Kölner Dombauverein war bereits 1842, also 11 Jahre früher mit 5000 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen worden. Noch vor unserem ersten Dombauverein erfolgte die Gründung eines Vereins mit gleichen Zielen in Aachen (1847).
 
Vier Jahre nach der Konstituierung des Speyerer Vereins wurden im Jahr 1857 Dombauvereine in München, Mainz und Worms gegründet.

Vortrag III

Die Gründung des zweiten Dombauvereins
 
Am 7. November 1928 konstituierte sich der zweite Dombauverein. Jedoch war die Domsanierung bereits nach wenigen Jahren abgeschlossen und der Verein nicht mehr tätig.
 
Im Jahr 1958 wurde der daher formal noch bestehende Dombauverein dann wieder reaktiviert. Während eines Festakts im Alten Stadtsaal wurde er am 9. März 1958 wieder neu gegründet.
 
 
 
Die Gründung des dritten Dombauvereins
 
Im Jahr 1994 lud der damalige Domdekan Hugo Büchler mit seinem Schreiben vom 07. Juni 1994 zu einem ersten Treffen des Gründungskreises in das Friedrich-Spee-Haus ein, um „den Aufbau des dritten Dombauvereins zu betreiben“.
 
Am 13. September 1994 erfolgte das zweite Treffen des Gründungskreises. In dieser Sitzung wurde ein Satzungsentwurf diskutiert und so die eigentliche Gründungsversammlung eingeleitet.
 
Am 10. März trafen sich 73 Damen und Herren wiederum im Friedrich-Spee-Haus, um den (dritten) Dombauverein aus der Taufe zu heben. Die Tagesordnung der Versammlung, die um 18:30 Uhr begann, stand unter dem Hauptthema „Aussprache und Gründung“ und hatte folgende Punkte:
  • Beratung des Satzungsentwurfs
  • Gründung des Vereins und Verabschiedung der Satzung
  • Wahl des Vorstandes
  • Beschlussfassung über den Jahresbeitrag (50 DM für natürliche Personen und 200 DM für Juristische Personen).

Unter „Verschiedenes“ heißt es im Sitzungsprotokoll: „Bankdirektor Wolfgang Noe unterrichtet die Gründungsversammlung von einer Telefonkarte, die von der Volksbank vorfinanziert wird und in ca. acht Wochen erscheint. Der Erlös fließt dem Dombauverein zu.“ Damit war bereits in der Gründungsversammlung der erste Dombaustein geboren.
Dr. Thomas Segiet, heißt es ferner in diesem Protokoll, wirbt für weitere Bausteinmaßnahmen, die der Domsanierung zu Gute kommen.
 
Den Abschluss der Versammlung bildete ein Lichtbildervortrag des damaligen Dombaumeisters Diplom-Ingenieur Alfred Klimt über die anstehenden Restaurierungsmaßnahmen.
 
Die Gründungsversammlung schloss um 21:57 Uhr.
 
 
 
 
Ich habe über ein Stück Geschichte unserer Dombauvereine berichtet, die zum Dom gehören wie der Erhalt unseres Kaiser- und Mariendomes immer im Mittelpunkt unseres Vereins und seiner Mitglieder steht und stehen wird.
 
Reflektiert man die Zeiten, in denen der jeweilige Dombauverein aktiv war, so zeigt sich, dass die erste Vereinsgründung nur fünf Jahre Bestand hatte.
 
Der zweite Dombauverein von 1928 ausgehend, bestand „nur wenige Jahre“ und war nach seiner Reaktivierung noch 13 Jahre tätig.
 

Der dritte Verein erweist sich mit nunmehr 20 Jahren seit seiner Gründung daher als die bis jetzt dauerhafteste Einrichtung, vielleicht auch deswegen, weil sich die Erkenntnis eingestellt hat, dass so ein gewaltiges Bauwerk einer permanenten Sorge bedarf und man nicht in Restaurierungszeiten oder –abschnitten denken sollte.

Vortrag V

Meine sehr verehrten Damen und Herren Gründungsmitglieder, liebe Gäste dieses Gedenkens und Dankens:
 
Der Vorstand des Dombauvereins dankt heute den Gründungsmitgliedern dafür, dass Sie bei der Einrichtung des Dombauvereins vor zwanzig Jahren mitgewirkt und viele Jahre, nämlich bis heute, diesen mitgetragen haben. Neben den Zielen des Dombauvereins
·         Menschen, denen der Speyerer Dom am Herzen liegt, zusammenzuführen,
·         den aufwendigen Domerhalt finanziell zu unterstützen und
·         zum Erhalt der Kunstwerke des Domes beizutragen
kommt es darauf an, dass wir bei aller Multikulturalität und Pluralität helfen müssen, ein Gotteshaus zu erhalten, um es an die uns nachfolgenden Generationen weiterzugeben.
 
Deswegen darf sich der Dombauverein auch nicht auf seinen Erfolgen ausruhen, sondern muss immer mehr Menschen für diese Kathedrale gewinnen. Denn was wäre dieser Verein ohne die Menschen die ihn tragen? und was wäre dieser Vorstand, wenn er aus seinen Mitgliedern und Aufgaben nicht die Kraft gewönne, diese Arbeit ehrenamtlich mit aller Energie zu leisten.
 
 
Der Dom braucht viele Freunde!
 
 
 
Quellen:
Ritter, Karl-Markus; 1998; S. 2-13.
Neue Westfassade: „…welche zu bewirken ein Dombauverein entstehen zu machen“, Ein Blick in die Geschichte des Dombauvereins
In: Verkehrsverein Speyer (Hrsg.)
Speyer. Das Vierteljahresheft des Verkehrsvereins in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung
 
Original-Dokumente im Zusammenhang mit der Gründung des 3. Dombauvereins
 
 
 

Wolfgang Hissnauer                                                                                              10. März 2015

Im Dom Großes entdecken

Dombauverein Speyer stellt Domführer für Kinder vor – Bischof Dr. Wiesemann lobt interaktiven Ansatz

Präsentation Kinderdomführer

Der Vorsitzende des Dombauvereins Dr. Wolfgang Hissnauer (Mitte) präsentierte gemeinsam mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (links) und Domdekan Dr. Christoph Kohl den neuen Domführer für Kinder. Foto: Friederike Walter

Speyer (is). Spannende Details statt trockener Baugeschichte: Mit einem neuen Domführer für Kinder will der Dombauverein Kinder im Grundschulalter für das Bauwerk begeistern. „Wir wünschen uns, dass Kinder mit Unterstützung dieses Buches eine Beziehung zu dieser Kirche aufbauen“, so der Vorsitzende des Dombauvereins, Dr. Wolfgang Hissnauer bei der öffentlichen Vorstellung des Kinderführers. „Ich bin froh, dass nun ein aktueller Domführer für Kinder vorliegt“ so Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann. Er lobte insbesondere den interaktiven Ansatz, der Kinder in ihrer Wahrnehmung ernst nehme: „Kinder nehmen Großes wahr, wollen staunen und tiefer begreifen.“ Auch Domdekan Dr. Christoph Kohl, gleichzeitig Leiter der Abteilung Schulen, Hochschulen und Bildung, betonte, dass es wichtig sei „die Kinder auf Entdeckungsreise zu schicken und nicht auf alles eine bereits fertige Antwort zu liefern.“ Dadurch werde die Wahrnehmung geschult und ein größerer Zusammenhang können sich erschließen.“

Das handliche, 36 Seiten umfassende Büchlein ist wie eine Führung durch den Dom angelegt. Auf einer ausklappbaren Übersicht sind die 13 Stationen gekennzeichnet. Start ist am Hauptportal, wo der Brezelferdinand die Kinder empfängt. Er ist die Leitfigur, die die Mädchen und Jungen gewissermaßen an die Hand nimmt und durch die Kathedrale begleitet. Das Buch geht unter anderem auf die Baugeschichte ein und erklärt, warum der Grundriss des Doms kreuzförmig ist und welche Zahlensymbolik dem Bau zugrunde liegt. Es verrät, was es mit dem Sonnenfenster auf sich hat und was Reliquien sind. Der Kinder-Domführer zeigt die Grablege der Kaiser, die Afra-Kapelle sowie die große Orgel. Um die jungen Leser einzubeziehen, stellt der Domführer Fragen, etwa ob das Bronzeportal so schwer ist wie ein, drei oder fünf Autos. Im Anhang sind die wichtigsten Begriffe erläutert. Außerdem verweisen QR-Codes auf zusätzliche Informationen und verlinken zur Dom-App, zum virtuellen Kaiserdom, zu den Internetauftritten des Dombauvereins, des Bistums, der Dommusik und des Historischen Museums. Die Texte sind kurz gehalten, damit sie die Mädchen und Jungen leicht erfassen können. Viele Bilder illustrieren das Geschriebene. Der Domführer soll nicht nur Begleiter vor Ort sein, sondern auch Kindern das Bauwerk zeigen, die noch nicht im Dom waren. Autoren sind Mitarbeiter des Bistums, Grundschullehrer sowie Wolfgang Hissnauer vom Dombauverein. Das Vorwort lieferte Bischof Karl-Heinz Wiesemann.
„Ein Besuch im Speyerer Dom. Der Brezelferdinand auf Entdeckungsreise“ (ISBN-Nummer 978-3-9816790-0-7) ist ab sofort für 5 Euro in den Speyerer Buchläden erhältlich.

Text: Friederike Walter / Yvette Wagner

 
2. Kaiserdom-Cup
 
 
Sehr geehrte Sponsoren und Freunde des Speyerer Domes,
 
 
der Dombauverein Speyer e.V. veranstaltet den 2.Kaiserdom-Cup am
 
 
 
13. Juni 2015
 
im
 
Golfpark Kurpfalz
Kohlhof 9
67117Limburgerhof
 
 
 
 
Der komplette Erlös des Turniers, der Tombola, der Versteigerung sowie sämtliche Spendenbeiträge werden dem Dombauverein Speyer e.V. für den Erhalt des Speyerer Domes zur Verfügung gestellt.
 
Anbei finden Sie den Programmablauf sowie das Anmeldeformular. Bitte denken Sie daran, uns Ihr Logo zu mailen.
 
Besten Dank für Ihre Unterstützung!
 
Dr. Wolfgang Hissnauer
Vorsitzender des Dombauvereins

Dombauverein stellt für sein 20jähriges Bestehen in 2015
seinen Jubiläumssekt vor.
 

Jubiläumssekt I

Anselmann Merlot Rosé Sekt

Im Beisein prominenter Gäste stellte der Dombauverein einen neuen und hochwertigen Dombaustein vor: Einen Pfälzer Merlot Rosé Sekt, Jahrgang 2011. Neben der prachtvoll gestalteten Flasche sind besonders bemerkenswert die bereits erlangten Auszeichnungen: Die Silbermedaille Mondial du Rosé in Cannes 2014 und der Silberne Preis DLG 2014.

Weihbischof Otto Georgens lobte im Zusammenhang mit der Präsentation des Jubiläumssekts die unerschöpflichen Aktivitäten des Dombauvereins. Die Pfälzische Weinkönigin Laura Juiler zog einen Vergleich zwischen dem hohen handwerklichen Können der Erbauer des Domes und der Handwerkskunst bei der Herstellung eines so edlen Getränks. Der Schöpfer des Flaschenetiketts, Johannes Doerr, erläuterte seine Gedanken bei der Gestaltung des Bildes und Ralf Anselmann vom Weingut WernerAnselmann, Wein- und Sektkellerei in Edesheim erläuterte den Anwesenden in differenzierter Weise die Analysewerte und beschrieb ausführlich die klassische Flaschengärung des Jubiläumssekts.
 
 
Der Jubiläumssekt ist zum Preis von 9,50 Euro je Flasche ab sofort in der Geschäftsstelle des Dombauvereins, Edith-Stein-Platz 8 in Speyer erhältlich (Telefon: 06232 102116, Mail: dombauverein@bistum-speyer.de). In Kürze wird er auch in allen Verkaufsstellen zu erhalten sein in denen der Domsekt bislang erfolgreich angeboten wurde.
 
 
Der Dombauverein erhält je verkaufter Flasche einen Euro zum Erhalt der Speyerer Kathedrale.
 
Dieser Jubiläumssekt ist für Genießer eine Bereicherung, für Freunde und Bekannte ein schönes Geschenk, gerade auch vor Weihnachten und für Geschäftspartner ein sehr repräsentatives Präsent.

Der Brezelferdinand auf Entdeckungsreise

Ein Domführer für Kinder

Das handliche, 36 Seiten umfassende Büchlein ist wie eine Führung durch den Dom angelegt. Auf einer ausklappbaren Übersicht sind die 13 Stationen gekennzeichnet. Start ist am Hauptportal, wo der Brezelferdinand die Kinder empfängt. Er ist die Leitfigur, die die Mädchen und Jungen gewissermaßen an die Hand nimmt und durch die Kathedrale begleitet. Das Buch geht unter anderem auf die Baugeschichte ein und erklärt, warum der Grundriss des Doms kreuzförmig ist und welche Zahlensymbolik dem Bau zugrunde liegt. Es verrät, was es mit dem Sonnenfenster auf sich hat und was Reliquien sind. Der Kinder-Domführer zeigt die Grablege der Kaiser, die Afra-Kapelle sowie die große Orgel. Um die jungen Leser einzubeziehen, stellt der Domführer Fragen, etwa ob das Bronzeportal so schwer ist wie ein, drei oder fünf Autos. Im Anhang sind die wichtigsten Begriffe erläutert. Außerdem verweisen QR-Codes auf zusätzliche Informationen und verlinken zur Dom-App, zum virtuellen Kaiserdom, zu den Internetauftritten des Dombauvereins, des Bistums, der Dommusik und des Historischen Museums. Die Texte sind kurz gehalten, damit sie die Mädchen und Jungen leicht erfassen können. Viele Bilder illustrieren das Geschriebene. Der Domführer soll nicht nur Begleiter vor Ort sein, sondern auch Kindern das Bauwerk zeigen, die noch nicht im Dom waren. Autoren sind Mitarbeiter des Bistums, Grundschullehrer sowie Wolfgang Hissnauer vom Dombauverein. Das Vorwort lieferte Bischof Karl-Heinz Wiesemann.

Text: Friederike Walter / Yvette Wagner

Der Kinderdomführer

„Ein Besuch im Speyerer Dom. Der Brezelferdinand auf Entdeckungsreise“ (ISBN-Nummer 978-3-9816790-0-7) ist ab sofort für 5 Euro in den Speyerer Buchläden erhältlich.

Der Domkalender 2016

Domkalender 2016

Der Dombauverein wird im August 2015 einen Domkalender mit nur 800 Exemplaren Auflage herausgeben, auf dessen Erscheinen wir bereits jetzt aufmerksam machen wollen. Erstmals wird der Kalender je 6 Bilder vom Inneren und Außenaufnahmen des Domes zeigen, die mit einer Drohne gemacht werden. Ein außergewöhnliches technisches Medium das bereits in der Bauforschung am Dom Einzug gehalten hat, bisher aber noch nie für einen Kalender über die Speyerer Kathedrale eingesetzt wurde. Mit dem Kauf dieses Kalenders der 25 Euro kosten wird, erhalten Sie nicht nur eine wunderschöne Darstellung unserer Kathedrale, sondern tun auch viel Gutes für den Domerhalt. Hier können Sie den neuen Domkalender bereits vorbestellen.

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Der Jubiläumssekt 2015

Jubiläumssekt

Ein besonderer Sekt zum Jubiläum des Dombauvereins

Die Domwein-Edition 2014

Die Domwein-Edition 2013

Eine gelungene Komposition besonderer Pfälzer Weine

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