Der Dom zu Speyer

Dombauverein Speyer

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Tag des offenen Denkmals 2014

Tag des offenen Denkmals am 14. September 2014 im

Kaiser- und Mariendom zu Speyer

 
 
Liebe Besucherinnen und Besucher am Tag des offenen Denkmals,
wir freuen uns Ihnen für diesen Tag wieder ein interessantes Angebot machen zu können. Diese fünf Angebote werden für Sie sicher zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Die Vorträge und Begehungen beginnen um 13.00 Uhr und enden um 17:00 Uhr. Wir bitten Sie bereits jetzt um Ihr Verständnis, wenn Sie nicht alle Angebote in dieser Zeit wahrnehmen können, weil wir an diesem Tag von einer großen Besucherzahl ausgehen.
 

Der Codex Aureus
Der „Codex Aureus Spirensis“ wurde im Auftrag des Kaisers Heinrich III. 1046 in Echternach für den Speyerer Dom angefertigt. Seinen Namen erhielt das Werk durch den mit Goldtinte geschriebenen Text. Man nennt diese Handschrift auch nach dem Ort an dem sie heute aufbewahrt wird: “Codex Aureus Escorialensis” in Spanien. Im Jahr 1995 gelang die Faksimilierung des größten mittelalterlichen Evangeliars, das jemals hergestellt wurde. Ein Exemplar dieses überdimensionalen Faksimiles wird im Speyerer Dom aufbewahrt.

Marienzyklus

Der Marienzyklus im Hautschiff
Die Bilder des Marienzyklus machen das Heilswirken Gottes und seine großen Taten deutlich in der Verheißung und Erlösung des Menschengeschlechts. Sie führen durch die Sehnsucht des alten Bundes in die Gnadenfülle des neuen Bundes und bis in die selige Vollendung im Himmel. Maria verbindet die frommen Bilder zu einem Ganzen. Der Marienzyklus fasst biblische Überlieferung, kirchliche Lehre und apokryphe Volksfrömmigkeit zusammen.

Die Begehung des Domdaches

Der Weg der Begehung führt vom Nordöstlichen Turm auf die Ebene über den Domgewölben. So kann man das nördliche Querhaus ebenso besichtigen wie das grandios Gewölbe des Hauptschiffs mit seiner gewaltigen Holzkonstruktion die schon viele Jahrhunderte überdauert hat. Allerding ist zur Besichtigung Schwindelfreiheit und Trittsicherheit eine wichtige Voraussetzung zur Begehung des Dachraumes wie die Kraft jeweils etwa einhundert Stufen nach oben bzw. unten zu bewältigen.

Dachstuhl

Das Domdach über die Jahrhunderte
Hervorragend ergänzt wird die Begehung des Domspeichers durch einen Bildervortrag der die Entwicklung der Domdächer über die Jahrhunderte zeigt, so wie sie in zeitgenössischen Bildern dokumentiert sind. So ergänzt sich der Eindruck der Begehung des Domdaches durch die Bilder, die den Dom von außen zeigen.

Die Farben des Domes
In einer kleinen Exkursion im und außerhalb des Domes wird das diesjährige Thema, welches die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gesetzt hat, aufgegriffen. Im Verlaufe dieses Angebotes werden die Farben angesprochen welche die Speyerer Kathedrale mit Ihren beiden Sandsteinfarben so charakteristisch machen. Es werden aber auch Fragen der farblichen Innen- und Außengestaltung, wenngleich sie heute zum Teil nur noch hypothetisch beantwortet werden können.

Verlorenes farbiges Licht
 Ursprünglich besaß der Dom farbige Glasmalereien, die den Innenraum in ein mystisches Licht tauchten. Bei der großen Renovierung um 1960 wurden einige Splitter der originalen Verglasungen gefunden, die zu Teilen rekonstruiert werden konnten. Heute sind nur noch einige zaghafte Kunstverglasungen in den östlichen Fenstern zu finden.
 

Der Dombauverein Speyer gestaltet dieses Angebot in enger Zusammenarbeit mit dem Domkapitel Speyer um auf die Besonderheit und Schönheit dieses Gotteshauses aufmerksam zu machen. Dadurch sollen Sie als Besucherinnen und Besucher motiviert werden den Erhalt dieser Weltkulturerbestätte zu unterstützen – durch eine Spende oder durch die Mitgliedschaft im Dombauverein Speyer e.V.
 
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dombauverein Speyer ehrt junge Domkenner

Glückliche Gewinner des Dom-Quiz bekommen Preise überreicht

23.07.2014/Speyer. Wie viele Fenster hat der Dom? Wie heiß sein Erbauer? Diese und ähnlich anspruchsvolle Fragen rund um die romanische Kathedrale waren bei einem Quiz am Tag der jungen Familien des Dombauvereins, der am 30. Juni stattfand, zu lösen. Die fachkundigen Erklärungen und Vorführungen dieses Tages halfen bei der Beantwortung der Fragen und gaben spannende Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart des Speyerer Doms.

Tag der jungen Familien I

Feierliche Preisverleihung durch den Dombauverein © Foto: Domkapitel Speyer

Anliegen des Dombauvereins war es aber nicht in erster Linie das Wissen der Besucher auf die Probe zu stellen sondern die Kinder und ihre Familien für den Dom zu begeistern. „Den Dom immer im Herzen zu tragen und sich deshalb später auch für seine Erhaltung einzusetzen“, dies zu vermitteln, sei das Ziel des „Tags der jungen Familien“, formulierte der Vorsitzende des Dombauvereins Dr. Wolfgang Hissnauer. 17 Kinder und ihre Familien, die sich beim Dom-Quiz wacker geschlagen hatten, konnten sich nun über ihre Preise freuen.

Gummibärchen gab es sofort, die Gewinne wurden nach und nach persönlich und feierlich vom Dombauvereinsvorsitzenden Dr. Hissnauer im Blauen Salon der bischöflichen Finanzkammer überreicht. Zahlreiche Kinder waren gekommen, um ihre Preise mit sichtbarem Stolz entgegen zu nehmen. Eine exklusive Domführung für sich und ihre Familie gewann Lena Bidell aus Speyer. Über Eintrittskarten für Sealife Speyer dürfen sich unter anderem Julius Wagner aus Weingarten, Benedikt und Barbara Grüne aus Neustadt, Mika Hennes aus Weingarten und Julia Roth aus Philippsburg freuen. Simon Weber aus Speyer und Fabian Roth aus Philippsburg gewannen je eine Mitmachbox des Historischen Museums der Pfalz. Die Eisgutscheine der Firma Bertolini werden wohl nicht lange auf ihre Einlösung warten müssen: Paul Geiger aus Speyer und Mia Ehmen aus Herxheim gehören zu den glücklichen Gewinnern.

Erfolgreiches Konzert im Dom: „Baden schaut über den Rhein“

Baden schaut über den Rhein 2014

Auch in diesem Jahr war "Baden schaut über den Rhein" ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.

Zum 11. Mal veranstaltete Udo Heidt aus Muggensturm am 04. Mai sein inzwischen zum Begriff gewordenes Konzert „Baden schaut über den Rhein“. Im voll besetzten Dom warteten viele Konzertbesucher mit Spannung auf die Konzerteröffnung von Domorganist Markus Eichenlaub. Mit insgesamt siebzehn weiteren Beiträgen unterschiedlicher Komponisten von Bach über Mozart bis zu Leonhard Cohen erfreute das Polizeimusikkorps Karlsruhe seine Zuhörer. Eine hervorragende Bereicherung der Darbietungen des Polizeiorchesters kam von den Solistinnen und Solisten Claudia Pontes und Susanne Kurzweiler (Gesang), Frédéric Messner (Trompete) und Holger Becker (Orgel). Mit den Kirchenliedern „Segne Du Maria“ und „Großer Gott wir loben dich“ konnten die Zuhörer selbst zu Akteuren werden. So kam zu der virtuosen Leistung des Polizeikorps und der Solisten auch die Stimmkraft der überaus zahlreichen Konzertbesucher. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung deren Erlös aus den Spenden der Konzertbesucher dem Domerhalt zufließt.
 
Wolfgang Hissnauer

Die neuen Domweine, Edition 2014, sind da!

Die vorgestellten Domweine der Edition 2014 wie die bisherigen Editionen von 2012 und 2013 die in Zusammenarbeit mit dem Weingut Ziegler und Sohn in Weyher, produziert wurden, gehören zu einem wichtigen Bestandteil der Finanzierung des Domerhalts durch den Dombauverein.
 
Die Domweine werden vertrieben durch die Wasgau-Märkte, den Weinkontor Schwarz in Speyer, den Dompavillon, die Tourist-Info Edenkoben und durch die Geschäftsstelle des Dombauvereins.
 
Die Preise der beiden Weine betragen: für die Grauburgunder Spätlese 2013: 7,90 Euro und für die Domcuvée 2011: 9,50 Euro
 
Am 23. April 2014 wurden Im Rahmen einer kleinen Feier im Historischen Ratssaal der Stadt Speyer unter Anwesenheit von Weihbischof Otto Georgens, Domdekan Dr. Christoph Kohl, Domkapitular i. R. Hubert Schuler, der 1. Bürgermeisterin der Stad, Monika Kabs, Weinprinzessin Marie I von Weyher und Stefan Hilz, dem Leiter des Weinbauamtes in Neustadt a. d. Wstr. Die neuen Weine vorgestellt. Gleichzeitig wurde vom Weingut Ziegler ein Scheck in Höhe von 4300 Euro übergeben. Diese Summe stellt den Gesamterlös aus dem Verkauf des Domweines aus dem zurückliegenden Jahr dar.

Bericht des Dombaumeisters
zu den baulichen Maßnahmen in den Jahren 2013 und 2014
 
 
Im Jahr 2013 ausgeführte Arbeiten
 
2013 war ein aktives Jahr, das noch ganz im Zeichen des neu eröffneten Kaisersaals und der Aussichtsplattform stand. Die wesentlichen Arbeiten waren zwar abgeschlossen, der laufende Betrieb musste aber zeigen, ob die durchgeführten Maßnahmen dem Besucherstrom standhalten konnten. Es lief alles gut und wir konnten im ersten Besucherjahr umfangreiche Erfahrungen sammeln. Diese führten zu Revisionsarbeiten, die von November 2013 bis April 2014 ausgeführt wurden und noch werden.
 
 
Im Zugangsbereich zum Saal wurden die inneren Antrittsstufen mit einer Markierbeleuchtung ergänzt und sicherheitstechnisch aufgerüstet. Die letzten Bildflächen wurden retuschiert, sich an den Fresken lösende Bereiche wurden nachgesichert und befestigt. Das Beleuchtungssystem wurde in einem 2. Schritt justiert und mit einem Beleuchtungsprogramm hinterlegt, das ermöglicht, dass einzelne Motive bei Führungen besonders hervorgehoben werden können. Auch kann, und dies ist nicht unwesentlich, die Fixierung und der Verwerfungsgrad der Fresken regelmäßig geprüft werden.
 
 
2013 wurden auch erste Veranstaltungen im Kaisersaal durchgeführt. Hierzu war sogar ein Konzertflügel über das Glockenloch in den Saal transportiert worden. Die neuen Konstruktionen zum Abheben der Glasverschlussplatten haben sich hierbei mehrfach bewährt. Zur Durchführung der Veranstaltungen wurden 160 Stühle angeschafft, die z.Z. frei im Saal gelagert sind. Im Rahmen einer Planung zur Aufstellung von „dauerhaften“ Sitzgelegenheiten, als Ruhebänke für ältere Besucher, wurde ein Paraventsystem konzipiert, das die Bestuhlung, Tische und übrige erforderliche Materialien aufnehmen kann. Dieses ist gerade im Bau und dürfte bis zur Eröffnung 2014 fertiggestellt sein. Im Turm und an der Aussichtsplattform wurden ebenfalls verschiedene Umbauten vorgenommen. Durch Wassereintrag belastete Bauteile wurden durch zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen ergänzt. Die sicherheitstechnischen Gerätschaften wurden auch in einem „Ernstfall“ geprüft. Noch vorhandene Lücken wurden beseitigt. Die sicherheitstechnische Ausstattung befindet sich zurzeit in einem modernen, dem letzten technischen Stand angepassten Zustand.
 
 
Am Turm selbst wurden die Natursteinarbeiten abgeschlossen. Die Stützen in den Bi- und Triforien, die geschädigt waren, wurden ausgetauscht. Mit einer Ultraschalluntersuchung konnten hier zerstörungsfrei aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen werden. Die Fensterbänke wurden überarbeitet und neu verbleit. Alle Bereiche wurden in historischen, bauwerksverträglichen Methoden und Arbeitsweisen ausgeführt. Der gesamte Süd-Westturm ist jetzt neu verfugt, gereinigt und technisch für die Zukunft gerüstet.
 
 
Das Gerüst wurde am gesamten Dom abgebaut. Seit vielen Jahren kann man den Dom wieder in seiner gesamten Größe bei einem Rundgang wahrnehmen.
 
 
Die Zwerggalerie wurde durch ein Seilsystem gesichert und ergänzt. Revisionsarbeiten können jetzt sicher ausgeführt werden. Der gesamte Umgang um den Dom ist jetzt mit einer „laufenden“ Sicherung eingerichtet.
 
 
Die Windfänge wurden neu gestaltet und mussten sich im Betrieb ebenfalls bewähren. Sie erforderten und erfordern immer noch umfangreiche Arbeiten. Der hohe Besucherstrom führt zu einer gewaltigen Materialbelastung.
 
 
Aufgrund unserer Erfahrung durch die LED-Beleuchtung und der neuen technischen Entwicklung war es möglich, die alte anfällige und wartungsintensive Beleuchtung in der Afra-Kapelle, der Krypta und dem Hauptschiff auf ein energiesparendes, modernes Beleuchtungskonzept mit LED-Strahlern umzurüsten. Der Energiebedarf konnte um 9/10 reduziert werden. Die monatlichen Wartungszyklen konnten auf halbjährliche Prüfungsgänge reduziert werden. Neben diesen Arbeiten gab es noch täglich immer wiederkehrende Wartungsarbeiten, die aber zum Alltag gehören und bei einem Gebäude dieser Größe nie aufhören werden.
 

Was ist für 2014 geplant:
 
Aufgrund der angespannten Finanzlage und der umfangreichen Arbeiten, die immer wieder neu am Bestand entstehen, werden 2014 wohl weniger „sichtbare“ oder besser augenfällige Arbeiten durchgeführt werden.
 
Besonders wichtig sind die restlichen Fensterarbeiten am Westbau, noch ca. 15 Fenster sind zu erneuern. Die Fenster im Hauptschiff weisen umfangreiche Schäden auf und müssen dringend ebenfalls technisch saniert werden. Fast die gesamte Verbleiung ist an diesen Bauteilen zu erneuern.
 
Die Vorhalle des Westbaus wird untersucht. Wir werden ein Renovierungs- und Reinigungskonzept erarbeiten und werden die abschnittsweise Ausführung untersuchen.
 
Im nördlichen Seitenschiff wird ein Gerüst aufgestellt. Malerarbeiten, die vor ca. 10 Jahren unterbrochen wurden, sollen abgeschlossen werden. Diese Maßnahmen sollen in ein Revisionskonzept eingebunden sein, dass fortlaufend Renovierungs-, Reinigungs- und Kontrollarbeiten ermöglicht.
 
Im Bereich der Windfänge ist ein Neupositionieren der Weihwasserbecken angedacht.
 
Insgesamt soll in 2014 nach dem großen Umbau des Kaisersaals und der Aussichtsplattform eine Bestandsaufnahme und Neuplanung der anstehenden Maßnahmen erfolgen.
 
Eine Neuorganisation der Sekundärmöblierung und des Besucherleitsystems ist auch geplant.
 
Zu den dringlichsten Maßnahmen in den nächsten Jahren gehört vor allem der Nord-West Turm sowie der obere Giebelbereich des Westbaus. Auch die Sockelflächen stehen an. Ein Rückbau der Installation und das Auslagern von Bautechnik lassen sich mittelfristig nicht vermeiden. Die Sakristei wird einen neuen Aufzug benötigen und das gesamte Dach erreicht das Ende seiner technischen Lebensdauer.
 
Trotz aller täglichen Arbeiten wird es also immer etwas zu tun geben. Und trotz aller Mühen bringt der Erhalt einer solchen Kathedrale doch mehr für uns wie es beim einfachen Aufzählen der Arbeiten erscheint.
 
An dieser Stelle auch nochmals meinen ganz herzlichen Dank an alle Mitglieder. Ohne Ihre Leistung wäre sicherlich nur ein Teil der geleisteten Arbeiten möglich gewesen und der Dom würde sich nicht in dieser imposanten Gestalt präsentieren können.
 
Mario A. Colletto
Dombaumeister
 
 
Vortrag des Dombaumeisters gehalten anlässlich
der Mitgliederversammlung des Dombauvereins am 15. März 2014

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